Unvergessliche Tage in Würzburg
Vier Tage voller Musik, guter Stimmung und gemeinsamer Erlebnisse liegen hinter uns: Vom 8. bis 11. Juli waren wir mit der WeG-Jazzband zu einer Konzertreise in Würzburg unterwegs. Neben zwei tollen Auftritten erwarteten uns spannende Begegnungen, beeindruckende Sehenswürdigkeiten und viele Momente, an die wir uns sicher noch lange erinnern werden.
Los ging es am Mittwochmorgen um 8 Uhr am Werkgymnasium. Während unser Instrumententransporter bereits früh am Matthias-Grünewald-Gymnasium in Würzburg ankam, bangten wir noch um unseren Anschlusszug in Ansbach, da wir bis dorthin immer weiter Verspätung sammelten. Zu unserem Glück blieb jedoch auch der Zug in Ansbach der deutschen Bahn treu und fuhr dort verspätet ab, wodurch wir diesen entgegen aller Erwartungen erreichten. Nach einem kurzen Einkauf am Hauptbahnhof wurden wir von den Fahrern des Transporters abgeholt und machten uns auf den Weg zu unserem ersten musikalischen Programmpunkt.
Am Matthias-Grünewald-Gymnasium wurden wir herzlich von der MGG-Bigband und ihrem Leiter Thomas Buffy empfangen und starteten direkt in die Gemeinschaftsprobe. Dafür hatte Thomas Buffy das Count-Basie-Stück I Ain't Mad at You, Pretty Baby in einem Head Arrangement von Richard Roblee vorbereitet. Es war ein tolles Erlebnis, einmal in einer so großen Bigband zu spielen. Anschließend gestalteten beide Ensembles ein gemeinsames Konzert und wechselten sich mit ihren Beiträgen ab. In alter „Come together“-Manier spielten wir jeweils auch die Arrangements der anderen Band mit. Dabei erklangen unter anderem Brass Machine, Everything und Cold Duck Time. Es war spannend zu erleben, wie unterschiedlich die beiden Bands klangen und wie viel Freude gemeinsames Musizieren machen kann.
Nach dem Einchecken in der Jugendherberge machten wir uns zu Fuß auf den Weg zur Festung Marienberg. Für unser Abendessen kauften wir noch ein und ließen den ersten Tag bei einem gemütlichen Picknick mit einem wunderschönen Blick über das abendliche Würzburg ausklingen. Hierbei nutzen wir auch die große Steigung des Bergs für physikalische Experimente im Bereich runterrollen und rennen.
Am Donnerstag erkundeten wir bei einer Führung die Festung Marienberg. Besonders in Erinnerung geblieben sind uns die vielen kuriosen Geschichten aus Franken – wie zum Beispiel die Skulptur eines Krokodils mit Ohren, weil der Künstler offenbar nie zuvor ein echtes Krokodil gesehen hatte.
Am Abend stand unser Konzert in der Waldschenke Dornheim auf dem Programm. Die Stimmung im Biergarten war großartig, und das Publikum hörte aufmerksam zu. Eine besondere Überraschung erwartete uns kurz vor dem Auftritt: Unser ehemaliger Mitspieler Frederik Brauer kam spontan mit seiner Posaune vorbei und unterstützte uns im tiefen Blech, was uns nicht nur musikalisch großen Spaß machte. Der lange Applaus und die großzügige Spende des Publikums waren für uns eine schöne Anerkennung.
Danach ging es direkt weiter auf das Kiliani-Volksfest. Zwischen Achterbahnen, welche manche von uns sogar kurzzeitig ohnmächtig werden ließen, Losgeschäften, bei denen wir definitiv zu viel Geld ausgaben, und anderen Fahrgeschäften hatten wir jede Menge Spaß. Außerdem gelang es uns immer wieder, unsere Saxophonistin Merle mithilfe eines Clowns vor einer Geisterbahn zu erschrecken – sorry, Merle!
Am Freitag zeigte sich, dass Frau Strasser unsere Gruppe inzwischen sehr gut kennt. Als wir nach dem Frühstück etwas später als geplant starteten, blieb sie völlig gelassen – die kleine Verspätung hatte sie vorsorglich bereits eingeplant. Auf dem Weg zur Würzburger Residenz besuchten wir zunächst den Würzburger Dom, da Jogi („der Busfahrer“) fälschlicherweise einfach in diesen hineinmarschierte und wir ihm ohne nachzudenken folgten.

Anschließend führte uns Christoph, unser Guide, mit viel Begeisterung durch die Residenz und nahm uns mit auf eine Reise in das glanzvolle 18. Jahrhundert. Selbst diejenigen, die sich sonst eher weniger für Geschichte begeistern, waren spätestens vom riesigen Deckenfresko beeindruckt.
Wegen der sommerlichen Hitze stand uns der Nachmittag zur freien Verfügung. Viele von uns nutzten die Zeit, um die Würzburger Online-Schnitzeljagd „Wo ist Paul?“ zu lösen. Dabei war an vielen Stationen echter Spürsinn gefragt. Am Abend besuchten wir schließlich das Tanztheater Tanzen bis in die Puppen im Mainfranken Theater. Die abwechslungsreichen Choreografien und die imposante Aufführung waren beeindruckend. Um die Konzertreise würdig abzuschließen, spielten wir noch bis in die Nacht Spiele im Innenhof der Jugendherberge und klickten uns gemeinsam durch die Bilder der Reise.
Am Samstag hieß es dann leider schon wieder Abschied nehmen. Nach dem Frühstück wurden die Zimmer aufgeräumt und die Koffer gepackt. Frau Strasser und Herr Kocsis kontrollierten noch einmal alle Zimmer, bevor der Transporter mit unseren Instrumenten die Heimreise antrat. Wir fuhren anschließend mit dem Zug zurück nach Heidenheim. Nachdem am Werkgymnasium alles wieder eingeräumt war, verabschiedeten wir uns – etwas müde, aber vor allem glücklich über vier Tage voller Musik, Gemeinschaft und unvergesslicher Erlebnisse.
Unsere Konzertreise hat einmal mehr gezeigt, dass die WeG-Jazzband weit mehr ist als nur ein Ensemble. Gemeinsam Musik zu machen, neue Menschen kennenzulernen und solche Erlebnisse miteinander zu teilen macht unsere Band zu etwas ganz Besonderem.
Wir danken unserer Leiterin Frau Strasser und Joachim Kocsis, der den Kleintransporter mit unseren Instrumenten und uns begleitet hat, für ihr Engagement und ihren tollen Einsatz.
Constantin Nieß, David Hirschle und Jonathan Spielvogel